CHRISTOPH BUCHER – Ausstellung, Bochum.2011.

 

kuratiert von Ursula Wiegand

 

 

15. Juli - 30. Oktober 2011 , Sa und So 14 – 17 h

(während der Sommerpause vom 1.- 31.8., nach Vereinbarung: 0173-6072690)

 

Eröffnung: Freitag 15. Juli, 19 – 21 h,

 

 

Wir freuen uns sehr, zur dritten Ausstellung in der Neonhalle den Künstler Christoph Bucher zu präsentieren. 1973 in Luzern geboren war er u.a. an Austellungen im Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen, der Kunsthalle Baden-Baden und dem Kunstverein Recklinghausen beteiligt. Zuletzt waren seine Arbeiten in einer Einzelausstellung im Schützenhof Bad Ems und der Ausstellung “Konstruktiv!” bei Beck und Eggeling in Düsseldorf zu sehen. Christoph Bucher lebt und arbeitet in Düsseldorf.

 

Seine Arbeiten sind Tafelbilder im eigentlichen Sinne. Als Bildträger verwendet er Sperrholzplatten, auf die er in vielen Arbeitsgängen hauchdünne Schichten von Wasserfarbe aufträgt. Je nach Motiv wird der Farbauftrag an manchen Stellen verdichtet, während andere Flächen seltener übermalt werden oder ganz ausgespart bleiben. Gleich dem Entwicklungsprozess einer Fotografie, differenzieren sich mit jedem neuen transparenten Auftrag durch die Schichtung und Überlappung dunkle und helle Flächen, die das Auge als Formen, Strukturen und Dinge erkennt.

 

Christoph Bucher sucht nicht nach Motiven. Er malt die Dinge, die ihn umgeben: einen Passepartout, die zusammengelegten Reststücke der zugeschnittenen Holztafeln, die Rückseite des vorgefertigten Bildträgers, die Rosen in der Vase vor ihm auf dem Tisch. Oder er malt einfach Strukturen, Streifen, die sich aus der unterschiedlichen Überlappung der Malflächen ergeben. Der Malprozess lässt keine Korrekturen zu, wie sie etwa bei der Ölmalerei möglich sind. So erkennt auch Bucher das Bild erst, wenn es sich aus all den durchscheinenden Farbschichten heraus gebildet hat. Das Zufällige beansprucht in seinem Werk viel Raum. Auch die Maserung des Holzes wird, obwohl grundlegender Bestandteil seiner Malerei, nicht in die Bildkomposition mit einbezogen. Sie führt ihr eigenes Dasein. Je nach Standort und Blickwinkel des Betrachters erscheint sie mal als bestimmendes Moment, dann wieder verschwindet sie fast völlig aus dem Bildgeschehen.

 

Die Bildtafeln von Christoph Bucher erzählen keine Geschichten, sind nicht aufgeladen mit Bedeutungen, sie erheben mit ihren reduzierten Materialien Sperrholz und Wasserfarbe nicht einmal den Anspruch eines Gemäldes. Sie sind einfach sie selbst, entstanden aus dem Dialog mit dem Künstler.